Schon bevor ich die Pille abgesetzt hatte, beschäftigte ich mich mit alternativen Möglichkeiten zur Verhütung. Ein nahtloser Übergang sollte es sein. Ich entschied mich für eine natürliche Temperaturmethode.  

Diese setzte jedoch voraus, dass ich meinen Körper gut kannte, bzw. die Muße hatte, mich mit ihm wirklich auseinanderzusetzen. Das hatte ich bisher eher kaum bis gar nicht getan. Je mehr ich mich aber dahingehend öffnete, umso spannender fand ich es. Ich konnte es kaum erwarten damit zu starten und meinen Zyklus kennenzulernen. 

Ich befasste mich mit NFP (Natürliche Familienplanung) und stellte dann für mich fest, dass die Methode doch relativ zeitaufwändig sein würde. Ein Zyklus-Computer sollte es werden, der ohne weitere Körpersignale wie den Zervixschleims oder die Muttermundveränderung auskommt.  

Bei meiner Auswahl an Balsalthermometern überzeugte mich Daysy besonders durch die leichte Bedienung und Optik.   

Daysy in der Anwendung

Daysy ist super einfach in der Anwendung. Die mitgelieferte Bedienungsanleitung macht wirklich Spaß und ist sehr easy zu verstehen. Ich habe noch das alte Modell, mittlerweile gibt es ein neueres mit ein paar sehr schönen Updates, die ich mir damals auch gewünscht hätte:  

  • Bluetooth® – Synchronisation mit deinem Handy
  • wiederaufladbaren Akku mit Mikro-USB-Anschluss 
  • einfacher zu bedienende Aktivierungstaste 

Daysy ist ein Basalthermometer zur Bestimmung der fruchtbaren Tage. Basierend auf einem eigenen Algorithmus zeigt sie per Ampel System auf dem Gerät deine Fruchtbarkeit an. Dabei bedeutet:  

Grün= grünes Licht, nicht fruchtbar
Gelb= Zyklusschwankung
Rot= Vorsicht, fruchtbar 

Jeden Morgen, direkt nach dem Aufwachen und noch bevor du aufstehst (wichtig!), misst du deine Temperatur wie du es von einem Fieber-Thermometer gewohnt bist unter der Zunge. Dazu betätigst du die Aktivierungs-Taste in der Mitte des Rings. Sobald Daysy bereit für die Messung ist, beginnt dieser blau zu leuchten. 
Mit einem leisen piepsen meldet sich Daysy nach etwa 60 Sekunden zurück und zeigt die jeweilige Farbe an. Wenn du deine Periode hast und Daysy sie bereits erwartet (sie blinkt schon vorher violett), kannst du sie nun bestätigen indem du die Aktivierungstaste gedrückt hältst. Falls das Gerät sie vielleicht zu Anfang noch nicht erwartet, kannst du die Eingabe anfordern indem du ebenfalls lange die Aktivierungstaste gedrückt hältst.

Die dazugehörige App (DaysysView) zeigt dir deine Temperatur-Kurve oder die Monatsansicht. Außerdem hast du die Möglichkeit, dir Werte wie den durchschnittlichen Tag des Eisprungs oder die durchschnittliche Hochlagentemperatur anzeigen zu lassen. 
Du kannst dir zusätzliche Faktoren wie die Art des Zervixschleims, Sex, Periode oder eigene Notizen speichern. Diese haben jedoch keinen Einfluss auf die Auswertung. 

Schön ist, dass du Daysy auch verwenden kannst, wenn du nicht geregelte Schlafenszeiten hast, wie das zum Beispiel im Schichtdienst der Fall sein kann. Mindestens vier Stunden Schlaf sollten aber vor der Nutzung gegeben sein. 

Mein Fazit

Eine Zeit lang war ich sehr skeptisch aber mit der Zeit kam das Vertrauen und die Sicherheit in der Anwendung. Es hat etwa 4 Zyklen gedauert bis Daysy „angelernt“ war. In der Zeit hatte ich hauptsächlich rote und gelbe Tage. Die Voraussage stimmte mit der Zeit tatsächlich und ich spürte meinen Eisprung wenn er angezeigt wurde. 
Nach 18 Zyklen mit Daysy und 20 Monaten ohne Pilleneinnahme zeigte mein Zyklus wieder eine Regelmäßigkeit auf die ich mich verlassen kann. Meine Zykluslänge beträgt nun zwischen 28 und 35 Tage. Damit kommt Daysy super zurecht.

Ich habe festgestellt, dass man das Messen jedoch sehr genau nehmen muss. Eine Zeitlang habe ich mich dabei erwischt, wie ich währenddessen mit Thermometer im Mund wieder einschlief. Gar nicht mal so ungefährlich, also aufpassen! Das dadurch die unsicheren Tage häufiger werden ist ja kein Wunder! Manchmal und das kommt vor, habe ich es auch einfach vergessen… Aber keine Sorge, ich nehme das mittlerweile auch ernster! 🙂

Entscheidest du dich also nun für diese Methode kann ich dir ans Herz legen, dass du:

  • die Messzeiten so gut es geht einhältst und
  • so wenig Messungen auslässt wie möglich

Wenn du nun an roten oder gelben Tagen zusätzlich mit Kondom verhütest, kann nichts schief gehen. Damit ist Daysy genauso sicher wie andere Methoden. Auch so ist Daysy eine tolle Möglichkeit über den Zyklus und die Fruchtbarkeit zu lernen.

Vorteile von Daysy

Für mich hat die Daysy einen ganz klaren Vorteil: Sie funktioniert ohne weitere Faktoren wie Xervixschleim usw. Allein durch die Basaltemperatur bestimmt sie die fruchtbaren Tage und das erstaunlich gut! Allerdings habe ich bei mir das Gefühl, dass sie eher auf Nummer sicher geht und dadurch mehr rote als grüne Tage zeigt. Damit komme ich persönlich aber gut klar. Weitere Vorteile von Daysy: 

  • funktioniert autark, auch ohne App (ich synchronisiere nur selten mit der App)
  • Schnelle Messung und direkte Rückmeldung
  • Sehr einfache Bedienung
  • Sehr leise in der Anwendung
  • Kein Zeitfenster für das Messen vorgegeben
  • Keine weiteren Faktoren, nur Basaltemperatur
  • Statistiken können aus der App geteilt werden

Nachteile von Daysy

Für mich ist ein Nachteil leider die App. Die ist oft eher schwerfällig. Es gab mit der neuen Daysy ein Update was auf jeden Fall ein großer Fortschritt war. Trotzdem hängt oft die Synchronisierung und mein Iphone denkt immer es wäre ein Lautsprecher angeschlossen, wenn ich die Daysy synchronisieren möchte. Es gab mal die Funktion, die App mit dem Partner zu teilen. Das geht derzeit leider auch noch nicht. Allerdings muss man sagen, dient die App hauptsächlich der Übersicht. Ich denke man kauft sich eine Daysy weil sie den Algorithmus in sich hat und man eben keine App benötigt. Daher ist es auch eher nebensächlich für mich!

  • App ist ausbaufähig
  • Preis ist sehr hoch
  • Aktivierungstaste etwas schwer zu drücken (Bei neuem Gerät besser)

Hier könnt ihr die Daysy online kaufen.

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